Hesperis L., Kilte, eine zu den Cruciferen chief gebogene Blumenblätter, eine Drüse zwischen den kurzen Staubgefäßen, eine am Grunde gabelige, oben wieder geschlossene Narbe und einen ge-S Kelch; die Schoten sind steif, die Samen änglich, fast dreieckig. Der Name ist insofern ein sehr passender, als einige Arten erst abends zu duften beginnen, unter diesen die in Deutschland hin und wieder zwischen Gebüsch, an Waldrändern u. s. w. vorkommende H. matronalis, Frauenkilte, Nachtviole, eine ausdauernde Pflanze mit 75 em hohen Stengeln und purpurnen oder violetten, bei einer Varietät (var. candidissima) schneeweißen Blumen. In den Gärten hochgeschätzte Ziergewächse sind die viel niedrigern Varietäten mit gefüllten, namentlich die mit weißen, zu langen, dichten Trauben geordneten Blumen. Die einfach blühenden Varietäten pflanzt man durch Samen, die gefüllten durch Stecklinge, als welcher man sich der nach der Blüte sich bildenden Seitentriebe bedient. Sie verlangen einen schweren Boden und etwas schattigen Standort. Eine sehr interessante Art ist die zweijährige Trauerkilte (H. tristis), in Ungarn und Niederösterreich einheimisch und in den Gärten kultiviert. Sie unterluneee sich von der vorigen Art durch grüne vioett geaderte Blumen und kürzere Schoten.