FeedHettingen
ErdkundeBrockhaus 1882

Hettingen, preuß. Städtchen in Hohenzollern (Regierungsbezirk Sigmaringen), Oberamtsbezirk Gammertingen, 5 km von dieser Stadt, an der Lauchart, mit 616 kath. E., hat eine sehr alte im got. Stile erbaute Kirche, eine Mahl⸗, Säge⸗ und Olmühle und mechan. Wollspinnerei. Auf einem unmittelbar östlich von H. gelegenen Berge ein altes Schloß, der ehemalige Wohnsitz der Freiherren von Spath, welchen H. und Gammertingen gehörten, seit 1837 Eigentum des fürstl. Hauses Hohenzollern-Sigmaringen. ettinger (Franz), hervorragender kath. Theolog, geb. 13. Jan. 1819 zu Aschaffenburg, studierte auf der Universität zu Würzburg und auf dem Collegium Germanicum zu Rom, ward 1843 Priester, 1852 Subregens im Priesterseminar und 1859 Professor an der Universität zu Würzburg. Er nahm teil an den Vorbereitungen des Vatikanischen Konzils und hat den Beschlüssen desselben sofort zugestimmt. Von seinen Werken sind zu nennen: «Apologie des Christentums » (3 Bde., Freib. i. Br.; 5. Aufl., 1875 — 80), Die Idee der priesterlichen übungen nach dem Plan des Ignatius von Loyolay (Regensb. 1853), »Die Vollgewalt des apostolischen Stuhlso (Freib. i. Br. 1873), Lebens- und Litteraturbild von D. Fr. Strauß» (Freib. i. Br. 1875), „Die Krisis des Christentumso (Freib. i. Br. 1881), Die göttliche Komödie des Dante Alighieri nach ihrem wesentlichen Inhalt und Charakter» (Freib. i. Br. 1880), „Die Theologie der göttlichen Komödien (Köln 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 200Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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