Hiltensperger (Joh. Georg), Maler, geb. 1806 Zeichenunterrich im Allgäu, erhielt den ersten eichenunterricht in Kempten, trat 1820 in der Akademie zu München als Schüler P. von Langers ein und arbeitete, nachdem er noch Cornelius' Schüler in Düsseldorf gewesen, an den Malereien in der Glyptothek und in der Loggia der Pinakothek nach dessen Skizzen. Behufs der auszuführenden Dekoration am Königsbau schickte ihn König Ludwig I. nach Pompeji. Nach se ner ital. Reise vollendete er den Cyklus aus der Odyssee in acht Sälen des genannten Palastes. Hierauf wurde ihm der Auftrag, zur Verzierung der Loggia am Museum in Petersburg Entwürfe aus der Geschichte der griech. Malerei zu vollenden, welche er in 84 Aquarellen zu Stande brachte und wonach dann die Gemälde auf Bronzeplatten von ihm selbst sowie von andern münchener Meistern ausgeführt wurden. König Max II. ernannte H. 1850 zum Professor. Nebst mehrern Bildern histor. Inhalts im münchener Maximilianeum sind von H. noch der Cyklus von 14 Darstellungen aus der Passion Christi (für eine kath. Kirche in Rotterdam), die Giebelbilder des königl. Hoftheaters und die Gruppen der Rossebändiger in der Loggia der münchener Post zu nennen.