FeedHimmel (Friedr. Heinr.)
MusikBrockhaus 1882

Himmel (Friedr. Heinr.), deutscher Komponist, geb. 20. Nov. 1765 zu Treuenbrietzen in der Mark Brandenburg, studierte in Halle Theologie, später aber, durch ein Jahrgeld König Friedrich Wil— helms II. unterstützt, in Dresden unter Naumann Musik. Nachdem er in Berlin 1792 sein Oratorium „Isaako zur Aufführung gebracht, ernannte ihn der König zum Kammerkomponisten und gab ihm zugleich die Erlaubnis, nach Italien zu gehen, wo er unter andern Opern in Negpel 1795 seine «Semiramide aufführte. Nach seiner Rückkehr ward er an Reichardts Stelle Kapellmeister. Er starb in Berlin 8. Juni 1814. Das meiste Aufsehen erregte seine Oper KFanchono, die viel Anmut und Einschmeichelndes hat. Unter seinen übrigen Kompositionen sind noch zu erwähnen: die Gesänge zu Tiedges Uraniav, die «Cantate auf den Tod Friedrich Wilhelms II.v, die Komposition des Vaterunsery nach Mahlmanns poetischer Umschrei— bung und die Oper «Die Sylphen (1807). Seinen Ruf verdankte er hauptsächlich seinen Liederkompositionen (An Alexis send' ich dicho, «Es kann ja nicht immer so bleiben).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 244Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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