FeedHirschhorn
Sport & SpielBrockhaus 1882

Hirschhorn ist nichts anderes als Knochenasche. Obgleich die Namen Hirschhornöl, Hirschhornsalz sich erhalten haben, so werden die betreffenden Präparate doch längst nicht mehr durch trockene Destillation von H. dargestellt; man gewinnt sie als Nebenprodukte bei der Fabrikation der Knochenkohle und verwendet sie dann als Rohmaterial zur Darstellung von Ammoniumsalzen, die in dieser Form durch empyreumatische Ole stark verunreinigt sind und einer umständlichen Reinigung bedürfen. Die sog. Hirschhornpräparate spielten früher im halbgereinigten Zustande eine große Rolle in der Medizin, sind aber in der Deutschen Pharmokopöe von 1882 sämtlich gestrichen. (S.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 262Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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