Hufhorn (künstliches) dient zum Befestigen verloren gegangener Hufteile, zum Ausfüllen der Zusammenhangstrennungen des H. Weil es elastisch ist, wie das natürliche H. und mit letzterm sich gut verbindet, wenn dieses gründlich gereinigt, trocken gerieben und durch Aufreiben von Schwefeläther möglichst entfettet wurde, findet es vielfach Anwendung. Das H. wurde von Defays in Brüssel erfunden. Guttapercha, in warmem Wasser erweicht, wird in haselnußgroße Stücke zerschnitten, dann mit gleichem Gewichtsteil Ammoniakgummi zusammengeschmolzen und zwar über gelindem Tiede unter stetem Umrühren in einem verzinnten iegel. Will man es hart haben, nimmt man etwas mehr Ammoniakgummi als Guttapercha.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 434Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei