Hochland, der Gegensatz zu Tiefland oder Niederung, umfaßt drei verschiedene Formen des Bodenreliefs: das Plateau (ein von Baillie 1778 in seinen Briefen über die Atlantis erfundenes Wort) oder die Hochebene (s. Ebene), das Gebirgsland (. Gebirge) und das Stufenland oder Terrassenland. Letzteres ist die übergangsform von der Hochebene oder dem Gebirgsland zum Tiefland, zu welchem es sich teils in allmählicher Abdachung, teils treppenartig absenkt. Während die Hochebene mit der Tiefebene die Einförmigkeit teilt und großenteils den Charakter der wasserarmen und baumlosen Steppe oder der wasserlosen und öden Wüste trägt, haben das Gebirgs⸗ und das Terrassenland, als diejenigen Oberflächenformen der Erdrinde, die aus der Verbindung beider Gegensätze von Erhebung und Senkung, von Berg und Thal und deren übergang zueinander hervorgehen, die größere Mannigfaltigkeit gemeinsam. Die drei Formen des H. nebst der Tiefebene sind in den einzelnen Ländern und in den einzelnen Erdteilen nach Größe und Lage verschieden verteilt und geben jedem derselben ein bestimmtes Gepräge, von em alle übrigen Naturverhältnisse, Bewässerung, Klima, Flora und Fauna, sowie das Leben und die Geschichte der Völker abhängig sind.