Hohenems oder Hohenembs, Marktflecken in Vorarlberg, Bezirkshauptmannschaft Feldkirch, Gerichtsbezirk Dornbirn, mit (1880) 4428 E., die neben den städtischen Gewerben ihren Erwerb im andel und in der Fabrikarbeit für Textil⸗ und Stickerei-Industrie finden. Der Ort liegt an der rechtsseitigen Lehne des obersten Rheinthals und ist Station der Vorarlberger Bahn. Ehedem war H. Sitz der Grafen dieses Namens, die 1759 im Mannsstamme, 1868 auch im weiblichen Stamme erloschen. Das Altschloß H. auf waldiger Höhe ist anz, das Neuschloß fast Ruine. Der Kaiser von 'sterreich führt im großen Titel auch den Namen eines Grafen von H. Ebenso pflegt sich das Kaiserpaar dieses Titels bei Inkognitoreisen im Auslande zu bedienen. Der Dichter Rudolf von Ems (s. d.) hatte hier seine Heimat, und die beiden Pergamenthandschriften des Nibelungenliedes, deren eine von Lachmann als die älteste bezeichnet, die andere aus dem Nachlasse Laßbergs der fürstenbergschen Bibliothek einverleibt wurde, stammen aus der berühmten Handschriftensammlung in H.