Hohenstad! (Zech Zäbreh), Stadt im nordwestl. Mähren, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, Station der Linie Bohmisch-Trübau-Olmütz der Osterreichisch-Ungarischen H in welche hier die Mährische Grenzbahn (H.⸗Zöptau) einmüundet, hat eine Türkischrotfärberei und eine Baumwollspinnerei und zahlt (1880) 2613 E. meist czech. Zunge. Das Herrschaftsgebiet von H., durch seinen Waldreichtum ausgezeichnet, gelangte 1624 mit andern Gütern an den Fürsten Karl von Liechtenstein und blieb bei einem Hause. Das fürstl. Schloß, welches nach Verwüstung durch die Schweden erneuert wurde, ist aber wenig bedeutend.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 319Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei