Huber (Michael), deutscher Litterarhistoriker und Üübersetzer, der Vater von Ludwig Ferdinand Huber, geb. 27. Sept. 1727 zu Frankenhausen in Niederbayern, lebte lange Zeit in Paris und wurde 1766 Lektor der franz. Sprache an der Universität zu Leipzig, wo er 15. April 1804 starb. Er erwarb sich das Verdienst, durch gute libersetzungen wie durch die beigegebenen kritischen Bemerkungen der deutschen Litteratur bei den Franzosen Eingang verschafft zu haben. H. übersetzte die Werke Geßners (Zür. 1768 — 72 u. öfter) und in seinem Choix de poésies allemandeso (4 Bde., Par. 1766) Poesien von Klopstock, Wieland, Lessing, Kleist u. a.; Briefe über die Schweizo, Campes Robinsono und Winckelmanns Kunstgeschichter (3 Bde., Lpz. 1781) und gab «Notices géênérales des graveurs et des peintres o (Dresd. 1787; neue Aufl. 1797) heraus. Ein «Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupfersticher veröffentlichte nach H.s franz. Manuskript C. C. H. Rost in deutscher Übersetzung (9 Bde., Zür. 1796—1804).