Huetius, Dichter, s. Huet. Buf nennt man bei den Tieren die Hornbe⸗ [deckung (den Nagel) des Endgliedes der Zehen, wenn sie kurz und stumpf ist und das ganze Nagelglied schuhartig umhüllt. Eine genaue Kenntnis des H. ist besonders für den Hufbeschlag der Pferde nötig. Man unterscheidet hier an dem hornigen Teile des H.: 1) die Hornwand, welche den äußern, gewölbten, das Hufbein von vorn und von beiden Seiten umgebenden Teil ausmacht, dessen unterer Rand (Tragrand) bedeutend dicker ist und frei über die Hornsohle vorragt; an dem hintern Ende biegt sich sowohl die innere als die äußere Hufwand zur sog. Eckstrebe um. Eine äußere schrägere und eine innere steilere Hufwand wird unterschieden. Jede teilt man in drei Drittel: Zehenwand, Seitenwand, Trachtenwand; 2) die Hornsohle, welche den untersten Teil des H. bildet; 3) den Hornstrahl, welcher keilartig zwischen den beiden Eckstreben der Hornwand an der Hufsohle eingeschoben ist und aus elastischern, weichern Hornfasern besteht. Nicht nur der Hornschuh wird als H. bezeichnet, sondern auch das, was in demselben eingeschlossen ist. Das sind zunächst Knochen, nämlich das untere Ende des Kronbeins, das Hufbein, das Strahlbein. Die gelenkartige Verbindung dieser drei Knochen heißt das Hufgelenk. Rechts und links an jedem Hufbein sitzt eine 530 viereckige elastische Knorpelplatte oder ein Hufknorpel. Die Hufknorpel haben das Hufgelenk bei der Ausdehnung und Zusammenziehung, die der H. erleidet, je nachdem er auf den Boden aufgesetzt oder gehoben wird, schützend zu decken. Fortsetzungen der Lederhaut der allgemeinen Körperdecke, mit zackenartigen oder leistenförmigen Papillen besetzt, überziehen als hornerzeugende Materie das Hufbein als sog. Kronenwulst, als Fleischwand und Fleischsohle.