Anschrecken, als bergmännisch-technischer Ausdruck, heißt das Gestein durch Schießarbeit nur lockern, nicht absprengen. „Anschuldigung, falsche, ist die Anzeige bei einer Behörde, durch welche der Anzeigende wider besseres Wissen jemand der Begehung einer strafbaren Handlung oder einer Amtspflichtverletzung beschuldigt. Ist infolge dieser Anzeige ein Verfahren eingeleitet worden, so soll nach §. 164 des Strafgesetzbuchs mit dem Verfahren und der Entscheidung über die A. bis zur Beendigung des erstern innegehalten werden. Die Strafe für falsche A. ist Gefängnis nicht unter einem Monat; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Nach §. 165 ist dem Verletzten die Befugnis zuzusprechen, die Verurteilung des Schuldigen auf Kosten desselben öffentlich bekannt zu machen; auch ist dem Verletzten eine Ausfertigung des Urteils zu erteilen. 4 Mf „eine deutsche Schauspielerfamilie, deren Ru einrich A. begründete. Derselbe, 8. Febr. 1785 zu Luckau geboren, besuchte die Fürstenschule zu Grimma und bezog 1804 die Universität Leipzig. Der freundschaftliche Umgang seiner Eltern mit dem Schauspieler Christ, sowie die Gastvorstellungen Ifflands und Wolffs in Leipzig weckten in ihm die Neigung, sich für die Bühne auszubilden, die er zuerst 1807 in Nürnberg betrat. Als 1811 die Händel-Schütz die Direktion des königsberger Theaters übernahm, wurde er für dieses engagiert; 1812 ging er nach Danzig, 1814 — 21 war er eine Zierde des Theaters in Breslau und erhielt sodann einen seinem Talent angemessenen Wirkungskreis am ardenr thntia in Wien, wo er zugleich auch als 5 Cüura thätig war. Sein Fach waren Helden-und Charakterrollen, für welche er durch sein bedeutendes deklamatorisches Talent und sein wirkungsvolles Organ besonders befähigt war. A. starb 29. Dez. 1865 in Wien. Vgl. (Heinrich A. Erinnerungen aus dessen Leben und Wirken» (Wien 1866). — Seine erste Gattin, Josephine A., geb. Kette, von der er sich scheiden ließ, war ihrerzeit in Breslau und Königsberg eine beliebte Sängerin. Seine zweite Gattin, Emilie A., geb. Butenopp, wurde ein beliebtes Mitglied des Hofburgtheaters in Wien; sie starb zu Wien in der Nacht zum 16. Juni 1866. — Auguste A., seine Tochter aus zweiter Ehe, begann ihre theatralische Laufbahn 1836 am Stadttheater zu Leipzig, wandte sich dann nach Dresden und war seit 1841 ebenfalls am Hofburgtheater in Wien rbenate Sie war mit dem Maler Koberwein verheiratet. — Auch Malwina A. und Alexander A., die Kinder von Heinrich A. aus erster Ehe, haben sich dem Theater zugewendet. Der letztere war mehrere Jahre lang als Baritonist an den Theatern von Hannover und Breslau sehr beliebt, zog sich aber von der Bühne zurück und lebte als Gegangiehrer in Wien, wo er im Febr. 1868 starb. — Ein zweiter Sohn, Roderich A., geb. 24. Juli 1818 in Wien, widmete sich daselbst philos. und jurist. Studien und trat 1852 in österr. Staatsdienste. Derselbe hat mehrere Dramen verfaßt, wie (Brutus und sein Haus v (1857), (Johanna Gray v, Kunz von Kaufungenp (1863). — Eduard A., der Bruder von Heinrich A., Verfasser einiger Novellen, seit 1831 gleichfalls am Hofburgtheater zu Wien als tüchtiger Schauspieler thätig, verließ die Bühne 1851 und starb 11. April 1855.