Hülsenfrüchte nennt man die Kulturpflanzen aus der Familie der Leguminosen, weil deren Frucht eine Hülse (s. d.) bildet. Die H. sind lauter krautartige Pflanzen, welche teils in Gemüsegärten, teils auf dem Felde angebaut werden; sie dienen sowohl zur menschlichen Nahrung, als zur Viehfütterung. Die in Europa kultivierten H. sind: Ackerbohne (Faba), Speisebohne (Phaseolus), Heilbohne Dolichos), Erbse (Pisum), Wicke (Vicia), Linse (Ervum), Kicher (Cicer), Platterbse (Lathyrus) und Lupine (Lupinus). Als Nahrungsmittel verwendet, erfordern die H. eine kräftige Verdauung. Sie sind wegen ihres Stickstoffgehalts viel nahrhafter als die vorzugsweise Sertonelnne Nahrungspflanzen, wie z. B. die Kartoffeln.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 451Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei