Hünten (Emil Johs.), Schlachtenmaler, geb. zu Paris 19. Jan. 1827, hatte humanistische Vorbildung genossen, wendete sich aber dann der Malerei zu, zunächst im historischen Fache, worin Flandrin sein Lehrer war. Im J. 1848 ließ er sich in Koblenz nieder, wo er Tierstudien, besonders nach Pferden, unternahm, und begab sich 1849 nach Antwerpen, um das Atelier Wappers zu besuchen; 1851 kam er nach Düsseldorf, wo ihn Camphausen, vornehmlich aber Julius Lessing anzog. Das bald darauf entstandene Bild: preuß. Kürassiere aus Friedrichs II. Zeit über eine Brücke sprengend, kam in den Besitz des Prinzen Friedrich Karl. Die Darstellungen der Schlachten bei Zorndorf und Krefeld befinden sich im kieler Mufeum, eine Episode aus dem Gefecht bei Reichenbach in der Galerie in Hannover, anderes ist Eigentum des deutschen Kaisers. Als der Schleswig-Holsteinsche Krieg ausbrach, begab sich H. auf r des Kronprinzen 1864 nach dem Kriegsschauplatz, wo er während des Sturms auf die Düppeler Schanzen den Kampf skizzierte. Aus diesen Aufnahmen entstanden zwei, dem Kronprinzen gehörige Olgemälde. Ebenso beteiligte sich der Künstler 1866 an dem Feldzuge; Früchte dieses Studiums waren wieder mehrere Olgemälde und Illustrationen (der Kronprinz bei Königgrätz, Attacke bei Helmstadt). Endlich zog H. mit der deutschen Armee auch 1870 nach Frankreich. Unter den zahlreichen Arbeiten, welche aus dieser Expedition hervorgingen, sind besonders zu nennen: Kürassierattacke bei Elsaßhausen-Wörth (berliner Nationalgalerie), die Hessen bei St.⸗Privat. Weiter malte er für den Kaiser die Parade bei Euskirchen 1877, für Bremen die Schlacht von Loigny 1882, die Schlacht bei Königgrätz für das Zeughaus in Berlin.