Hennequin (Philippe Augustin), Historienmaler, geb. 1763 in Lyon, studierte unter David und erreichte frühzeitig in Paris durch seinen Paris, welcher von Helena sich zum Kampfe mit Menelaus losreißt, uch wach Rrah Mit dem Preise gekrönt, begab er sich nach Italien, geriet dort aber in polit. Konflikte, entwich nach der Heimat, wurde zuerst in Mabe dann in Paris verhaftet und entrann mit Mühe dem Todesurteil 1794. Er trat nun 1800 mit dem großen, effektvollen, aber etwas wilden Bilde des von den Furien verfolgten Orestes (im Louvre) hervor und erhöhte alsbald seinen Ruhm durch den Triumph des franz. Volks, welches den berühmten 10. Aug. zum Gegenstande hat. 90 der Galerie der Antiken malte er mehrere Plafonds, dann unter Napoleon mehrere seiner siegreichen Schlachten, bei Quiberon, Nazareth und unter den Pyramiden, aber mit einer ungeheuern Zahl von Figuren ausgestattet, wodurch freilich oft die Klarheit der Anordnung leidet. Das Kolorit ist meist kräftig, dagegen stört zuweilen sein Hang nach krassen Effekten. Im J. 1806 gab ihm und sieben andern Malern der Kaiser Auftrag zur Ausführung einer Reihe Schlachtenbilder aus den Feldzügen in Deutschland, welche für den Louvre bestimmt waren. Nach Napoleons Sturze verließ H. Frankreich, ging nach Lüttich und malte daselbst die Aufopferung der 300 Bürger von Franchimont bei der Erstürmung ihrer Vaterstadt, welches Bild seine frühern an räumlicher Größe noch übertrifft. Später nahm er in Leuze bei Tournay die Leitung der dortigen Kunstschule an, wo er 12. Mai 1833 starb. Er war auch als Architekt thätig und auf diesem Gebiete gründlich gebildet.