FeedIntermezzo
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Intermezzo lital.) oder Zwischenspiel. Schon die Alten kannten im Drama gewisse kurze, abgerissene, locker aneinandergeknüpfte Darstellungen, durch welche sie den Übergang von einem Stücke zu dem andern machten und zugleich längere Zwischenräume der Zeit ausfüllten. Die neuern Intermezzi bestanden anfangs in Madrigalen (s. d.), welche zwischen den Aufzügen abgesungen wurden und auf das Stück Beziehung hatten, aber bald, von ihrer ersten Bestimmung sich entfernend, zu selbständigen Stücken geworden sind. Als eins der ältesten und schönsten Intermezzi gilt Bardis 411 combattimento d' Apolline col serpentev. Auch in den ältern franz. Opern kamen Intermezzi unter dem Namen Rondeaux (s. d.) oder Sarabanden vor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 636Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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