Isaurien, eine Landschaft in der Mitte des Südens von Kleinasien, zwischen Pamphylien, Lykaonien und Cilicien, auf den nördl. Abhängen des cilicischen Taurus, war im Altertum wegen der Raubsucht seiner (den Pisidiern verwandten) Bewohner berüchtigt. Die Isaurier, welche frühzeitig auch als Piraten das östl. Mittelmeer beunruhigten, behaupteten hier und in dem angrenzenden rauhen Cilicien ihre Unabhängigkeit und traten namentlich seit dem ersten Kriege gegen Mithridates (89—84 v. Chr.), der sich mit ihnen gegen die Römer verband, kühner und verwegener auf. +%7 nachdem von Rom aus der Krieg gegen sie beschlossen war und der 78—74 in der Provinz Cilicien regierende Prokonsul Publius Servilius Vatia, der deshalb den Beinamen Isauricus erhielt, in einem dreijährigen Kampfe (raberr⸗ Punkte ihres Landes nebst der Hauptstadt erobert und zur röm. Provinz geschlagen hatte, trieben sie ihre Räubereien fort. Auch die röm. Imperatoren vermochten rh. nicht vollständig Meister zu werden. * 3. Jahrh. n. Chr. stellten sie zur Zeit des Kaiers Gallienus den Gajus Annius Trebellianus als Gegenkaiser an hn Spitze, wurden zwar von Probus besiegt, nahmen aber später wieder die meisten Küstenstädte Ciliciens weg und erschienen namentlich während des 5. Jahrh. n. Chr. in dem Byzantinischen Reiche als Ruhestörer, oft aber auch als geworbene Krieger der Kaiser. Einer hers 970 1. trug sogar als Schwiegersohn des Kaisers eo I., als Kaiser Zeno (474—491),, die byzant. Krone. Ihre Kraft wurde erst zur Zeit des Kaisers Anastasius J. (492—497) wirksam gebrochen.