Jakob I., König von Schottland 1424—37, geb. 1393, Sohn Roberts III. Dieser Hhem ihn 1405, um ihn den Nachstellungen seines Oheims, des nach der Krone strebenden Herzogs von Albany, zu entziehen, nach Frankreich. Das Schiff wurde an die engl. Küste getrieben, und Heinrich IV. hielt es für geraten, den Prinzen als Unterpfand des Friedens festzuhalten. Nach dem Tode des geistesschwachen Robert III. riefen zwar die Schotten den jungen Z. als König aus, aber der Herzog von Albany, welcher Reichsverweser geworden, betrieb die Auslösung des Gefangenen ebenso lässig, wie seit 1420 Albanys Sohn und Nachfolger Murdoch. Nach Heinrichs N. Tode verstanden sich die Engländer endlich, um die Schotten von dem Bündnis mit dem franz. Dauphin abzubringen, gegen ein hohes Lösegeld zur Freilassung des Prinzen. Eine Vertragsbedingung war auch die Vermählung J.s mit einer Engländerin. Er wählte Johanna Beaufort, eine Lancaster, die er selbst in dem Gedicht The Kings Qhuairy gefeiert hat. J. kehrte im März 1424 nach Schottland zurück, fand aber das Reich in Auflösung. Die Regenten hatten die Krongüter verschleudert und dem Adel jede Zügellosigkeit gestattet. Der König begann seine Herrschaft mit Einziehung der Krongüter, zog Murdoch und dessen Anhang zu strenger Rechenschaft, suchte das Bürgertum zu heben und den Trotßz des Adels zu brechen. . Die Verbindungen J.8 mit Frankreich, welche sich „seit 1428 anbahnten und in der Verlobung von J.s Tochter Margareta mit dem Dauphin (Sommer 1428) einen Ausdruck fanden, verwickelten ihn 1436 mit England in Feindseligkeiten. Während J. an der Grenze das Schloß Roxburgh belagerte, trat der Adel zu einer Verschwörung gegen des Königs Leben zusammen, die dessen eigener Oheim, Walter Stuart, Graf von Athol, leitete. Als J. den Anschlag erfuhr, entließ er das Heer und zog sich mit seiner Gemahlin in ein Dominikanerkloster bei Perth zurück. Durch einen seiner Diener wurde jedoch der Aufenthalt verraten. In der Nacht vom 20. Febr. 1437 drang Robert Graham mit einer Verschwörerbande in das Kloster und ließ den König ermorden. Ihm folgte sein siebenjähriger Sohn J. II. auf demThrone. akob II., König von Schottland, Sohn des vorigen, geb. 1430, folgte 1437 seinem Vater auf dem Throne, zeichnete sich durch Bildung und Gelehrsamkeit aus und wurde bei der Belagerung von Roxburgh 3. Aug. 1460 durch das Zerspringen einer Kanone getötet. Seine Dichtungen wurden von Tytler (Edinb. 1783) und von Thomson (Ayr 1824) herausgegeben. (S. Schottland, Geschichte, und Stuart.)