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GeschichteBrockhaus 1882

Jakobiten hießen in England die Anhänger des 1689 vom Throne vertriebenen H M Jakob II. s. d.), sowie seines von den kath. Mächten als akob III. (s. d.) anerkannten Sohnes und seines nkels, des Prätendenten Karl Eduard (s. d.). Viele Engländer, Schotten und Irländer folgten Jakob II. nach Frankreich und förderten hier unter Beihilfe des franz. Kabinetts die Intriguen und Expeditionen, welche dem männlichen Zweige des Hauses Stuart (s. d.) die brit. Krone wieder verschaffen sollten. Die Namen Macdonald, Walsh, Fitziames, Berwick, Dillon, Mac Mahon u. a. sind durch diese Flüchtlinge in Frankreich heimisch geworden. Von größerer Bedeutung als diese Ausgewanderten war indes die Partei, welche die vertriebene Dynastie daheim unter den engl. Tories und in Schottland behielt. Der aobftit Adel Hochschottlands blieb überwiegend jakobitisch und bildete in seinen Söhnen und Clanleuten die tapfern Insurgentenscharen Jakobs III. und seines Sohnes, bis die Schlacht bei Culloden (27. April 1746) und die ihr folgenden Blutgerichte den Widerstand erstickten. Doch bewahrten die Schotten bis in die neuere Zeit eine schwärmerische Verehrung für ihr untergegangenes Königshaus, die ein beliebtes Element der Kunst⸗ und Volkspoesie wurde. Unter den vielen darauf bezüglichen Dichtungen und Memoiren sind zu nennen: «Culloden paperso (Lond. 1815); Hoggs Macobite relicso (2 Bde., Edinb. 1819); Chambers' Jacobite memoirso (Edinb. 1834); Jesse, Memoirs of the Pretenders and their adherentso (2 Bde., Lond. 1845). akobsberg, s. unter Porta Westphalica. akobsbrunnen, s. unter Nablus. akobskraut, s. unter Senecio.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 786Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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