FeedJeunesse dorée (frz.)
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Jeunesse dorée (frz.), d. h. goldene Jugend, ursprünglich Bezeichnung für die jungen Männer der pariser Bourgeoisie, welche nach dem 9. Thermidor 1794 im Gegensatz zu den sog. Sansculottes sich einer stutzerhaften Tracht bedienten und als Rächer der Opfer der Schreckensherrschaft auftraten. Sie waren mit großen Stöcken versehen und banden mit den Jakobinern auf allen öffentlichen Plätzen an. Ihr Führer war das Konventsmitglied Fréron, Redacteur des „Orateur du peuplev. Nach Adolf Schmidt, «Pariser Zustände während der Revolutionszeit von 1789 bis 1800 (Bd. 1, Jena 18740j soll der Ausdruck Jeunesse dorée jedoch erst seit 1824 zur Bezeichnung jener Vorkämpfer der Contrerevolution gebräuchlicher geworden sein. Jetzt bezeichnet der Ausdruck die reichen, lebenslustigen, vergnügungssüchtigen jungen Männer einer Großstadt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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