Johann XIX., vorher Graf von Toscanello, erkaufte sich als Laie durch Bestechung den päpstl. Stuhl und regierte 1024—33. König Knut d. Gr. von Dänemark wallfahrtete zu ihm und traf mit ihm eine übereinkunft wegen Verteilung der Pallien und der Zahlung des Zehnten und des Peters-⸗ pfennigs. Zohann XX., vorher Peter Julian, geb. zu Lissabon, war früher Arzt, wurde dann Geistlicher, Kardinal und Bischof von Tusculum, 1276 Papst, starb aber schon 1277, von einer einfallenden Decke erschlagen. Er hat Briefe, philos. und mediz. Schriften hinterlassen. Er zählte sich, weil die Sage eine Päpstin Johanna (s. d.) als J. VIII. auf Petri Stuhl gesetzt hatte, als J. XXI.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 857Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei