FeedJohann der Unerschrockene
GeschichteBrockhaus 1882

Johann der Unerschrockene, Herzog von Burgund, erbte dieses Land 1404 von seinem Vater Philipp dem Kühnen, welchem es 1363 als heimgefallenes Kronlehn von seinem Vater dem König Johann dem Guten von Frankreich verliehen war. Er erbte aber auch den Haß gegen den Herzog Ludwig von Orléans, welcher während der Geisteskrankheit des Königs Karl VI. die Regierung führte, und J. ließ diesen 1407 in Paris ermorden. Der aus dieser blutigen That entsprungene Krieg zwischen J. und seinem Vetter, dem Dauphin Karl VII., sollte endlich 1419 durch eine Zusammenkunft auf der Brücke von Montereau beendet werden. Aber bei dieser Gelegenheit wurde J. von den Begleitern des Dauphin erstochen. I.s Sohn, Philipp der Gute, schloß sich deshalb ganz den Engländern an, um den Dauphin der Nachfolge zu berauben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 864Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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