Joinville, Stadt im franz. Depart. Obermarne, in reizender Gegend am Fuße eines Bergs, am rechten Ufer der Marne, über die hier eine Brücke führt, und an der Linie Blesme Chaumont-Gray der Ostbahn gelegen, hat eine sehr alte Kirche Notre-Dame) und zählt (1876) 3904 C., welche Mollenen Eisengießereien, Manufakturen von wollenen Strümpfen, Hüten u. s. w. unterhalten. Die Stadt war der Hauptort der alten gleichnamigen Baronie, die 1551 von König Heinrich II. zu Gunsten des Herzogs Franz von Guise in ein Fürstentum verwandelt wurde. Auf dem nahen Berge stand das 1790 abgetragene Stammschloß der Herzöge von Guise. Unter den ältern Bavonen von J. ist Jean Sieur de Joinville (s. d.) der berühmteste. Ihm wurde hier 23. Juni 1861 eine Statue errichtet. Der dritte Sohn des Königs Ludwig Philipp erhielt den Titel eines Prinzen von J. leisca.