Joux, franz. Sperrfort im Depart. Doubs, 7 km von der Grenze der Schweiz, 4 Km im SSo. von Pontarlier, neuerdings umgebaut und verstärkt, sperrt im Verein mit Fort La Cluse die Eisenbahn und Straße nach Neuchätel. Im alten, 1877 durch eine Dynamitexplosion zerstörten Fort J. starb 1803 der auf Benhr des Ersten Konsuls Bonaparte von saint weggeführte und hier Rirabean gehaltene Toussaint Louverture. Auch Mirabeau war hier 1775—76 auf Veranlassung seines Vaters eingekerkert. Durch den hier beginnenden Engpaß be-Aemse Bor die auf dem Rückzug befindliche franz. Armee Bourbakis 1. Febr. 1871 ihren libertritt auf schweizer Gebiet. ouy (Victor Joseph Etienne, genannt de J.), franz. dramatischer Dichter, geb. in dem Flecken Jouy bei Versailles 1764, durchlebte als Militär eine sehr bewegte Jugend, verließ 1797 den Soldatenstand und begann die administrative Laufbahn, die er bald wieder aufgab, um sich ausschließlich der Litteratur zu widmen. Seit 1798 machte er sich durch Novellen und einige gute Vaudevilles bekannt. Später trat er als Dichter in der komischen Oper, in der großen Heldenoper und in der Tragödie mit vielem er N. auf. Nachdem seine Vesialin⸗ (1807) mit der Musik von Spontini ungewöhnlichen Beifall erhalten, erschienen nacheinander auf der Bühne: «Ferdinand Cortezo (Musik von Spontini, 1809), „Les Bayadères „ (1810), „Les Amazoneso (1812), „Les Abencerages (Musik von Cherubini, 1813), 4Guillaume Tello (Musik von Rossini) und „Tippo Saibo. Im J. 1812 begann er den «Ermite de la Chaussée d'Antin in der Gazette de Frances zu veröffent— lichen, und dieses Werk (5 Bde., Par. 1812—14), sowie die ähnlichen, als L'ermite de la Guiane v (3 Bde., Par. 1816), L'ermite en province (14 Bde., Par. 1818—27), «Les ermites en prison „ (2 Bde., Par. 1823) und «Les ermites en libertén (2 Bde., Par. 1824), zu denen er jedoch verschiedene Mitarbeiter hatte, fanden eine sehr unstige Aufnahme, besonders bei dem liberalen Publikum. Es sind flüchtige Skizzen, welche damals die Tageschronik der Sitten, Moden und Ab-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IX. geschmacktheiten der Zeit bildeten. Im J. 1815 wurde J. in die Französische Akademie aufgenommen. Unter der Restauration behauptete er seinen Schriftstellerruf durch neue litterarische Produk— tionen, und seine Tragödie KSyllay (1822) erlebte zahlreiche Vorstellungen. J. war ein eifriger Vorkämpfer der liberalen Sache. Nach 1830 ernannte ihn Ludwig Philipp zum Bibliothekar des Louvre. J. starb zu St.⸗Germain-en-Laye 4. Sept. 1846. Seine &Oeuvres complètes o (27 Bde. mit Anmerkungen) erschienen zu Paris 1823—28.