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GeschichteBrockhaus 1882

Julius, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, geb. 29. Juni 1528, führte nach dem 11. Juni 1568 erfolgten Tode seines streng kath. Vaters, des Herzogs Heinrich des Jüngern, in seinem Lande die Reformation durch und gründete als Stütze derselben 1576 die Universität Helmstedt. Er wußte nicht nur die Schulden des Vaters zu tilgen, sondern auch den Wohlstand des Landes durch viele gemeinnützige Anstalten zu heben, trotz des Widerstandes, den namentlich die Stadt Braunchweig dem fürstlichen Eingreifen entgegensetzte. Sbenso selbständig verhielt er sich gegenüber dem Adel und der luth. Geistlichkeit. J. starb 3. Mai 1589. Aus seiner 1560 geschlossenen Che mit Hedwig, der Tochter des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg, hatte er sieben Töchter und vier Söhne, von welchen der älteste Heinrich Julius sein Nachfolger ward.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 920Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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