Juste (Theod.), namhafter belg. Geschichtschreiber, geb. zu Brüssel 11. Jan. 1818, trat nach beendigten Studien in die Verwaltung des Unterrichtswesens im belg. Ministerium des Innern ein, wurde 1859 zum Konservator des königl. Museums der Altertümer in Brüssel befördert, ist seit 1856 Mitglied der belgischen Alademie der Wissenschaften und seit 1870 Professor der Geschichte an der Kriegsschule. Von seinen größtenteils die vaterländische Geschichte behandelnden Werken, die sich durch gewissenhafte Forschung und klare und gemessene Darstellung auszeichnen, sind die hauptsächlichsten: Histoire de Belgique (4. Aufl., Brüss. 1868), (Histoire du Congrês nationalo (2. Aufl., 2 Bde., Brüss. 1861), KUlistoire de la révolution des Pays-Bas sous Philippe II (4 Bde., Brüss. 1855—63), Histoire des Etats-Geénéraux des Pays-Basv (2 Bde., Brüss. 1864), La révolution beige de 18305 (2 Bde., Brüss. 1862), Guillaume le Taciturnen (Brüss. 1873) und das bereits (1884) 27 Bände umfassende Werk Les fondateurs de la Juste-Milien (frz.), die rechte Mitte, war ein Nach der franz. Revolution von 1830 vielgebrauchtes Schlagwort, womit man bald im guten, bald im bösen Sinne das polit. System Ludwig Philipps bezeichnete, der, um sich auf dem Throne zu befestigen und die extremen Parteien unschädlich zu machen, zwischen rechts und links die Mitte zu halten und dadurch die große, vor allen Extremen sich fürchtende Masse des franz. Volks für sich zu gewinnen suchte. Das Wort kommt zuerst in Pascals Pensées sur la religiono (3, 3) vor.