FeedAbakansk
ErdkundeBrockhaus 1882

Abakansk, befestigter Ort des Bezirks von Minussinsk im ostsibir. Gouvernement Jeniseisk, liegt in dem durch Berge verengten, malerischen Thale des wasserreichen, schnellströmenden, ungefähr 400 km langen Ab akan, der unweit Minussinsk links in den Jenisei fließt. A. wurde 1707 von Peter d. Gr. als Fort angelegt, 1725 von neuem befestigt, hat 800 E. und ist der Aufenthaltsort vieler Verwiesener. Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung besteht in Zobelfang, Viehzucht, Ackerbau, Bienenzucht, sowie in Ausbeutung der benachbarten Kohlenlager. In der Umgegend finden sich zahlreiche alte Grabhügel mit Urnen, Goldschmuck und andern Metallzieraten und auf dem gegenüberliegenden erge Perewosna viele alte Ins chriften. bäknus (grch. Abakos) hieß bei den Alten im allgemeinen eine viereckige Fache oder Tafel von verschiedenem Stoff, mochte dieselbe eine Tischplatte sein, oder ein Würfelbrett von * oder Marmor, oder eine •+½½ zum Belegen der Wände, oder endlich eine Rechentafel, deren sich bei der er, undera a der Ziffern der Alten nicht nur Kinder, sondern auch Mathematiker und Astronomen bedienten. hundt Bedeutung erhielt sich das Rn e Mittelalter hindurch, solange man sich des Wn zu arithmet. Operationen bediente; auch verstand man darunter überhaupt eine Zahlentabelle, weshalb das Einmaleins auch Abacus Pythagoricus hieß. — In der Architektur nennt —8 Vitruv A. die Deim welche auf dem Kapitäl er Säule aufliegt. Beim dor., altion. und toscan. Säulenknauf ist der A. ein regelmäßiges Viereck, beim neuion., korinth. und röm. Knauf dagegen hat er eingebogene Seiten mit abgestumpften Ecken.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 12Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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