Accursius (Franciscus), ital. Accorso, einer der berühmtesten alten ital. Rechtsgelehrten (Glossatoren), geb. um 1180 im ⸗1 Sul war ein Schüler des Azo, lehrte seit 1221 zu Bologna und starb um 1260. Sein Ruhm gründet sich auf die genannt wird und in einer großen Sammlung von Glossen 6 d.) seiner Vorgänger und Zeitgenossen besteht. Die Wirkung dieses Werks war außerordentlich. In den Gerichten erhielt dasselbe sehr bald ein völlig gesetzliches Ansehen, und A. lehrer durch sie einen Ruhm wie kein anderer Rechtslehrer des Mittelalters. — Auch seine drei Söhne waren berühmte Juristen. Franciscus A., geb. 1225 zu Bologna, stand 1273—81 in den Diensten des Königs Eduard I. von England, welcher ihn zu nuchher Sendungen gebrauchte. Vorher und nachher wirkte er als hochberühmter Lehrer des Rechts in Bologna und starb daselbst 1293. — Cervottus A., geb. 1240, war Rechtslehrer zu Bologna und Padua; er starb 1287. Weil er schlechte Zusätze zu dem Werke seines Vaters geschrieben, wurde sein Name zur Hotkmaej gohrn ezeichnung schlechter Glossen (cervottinae) gebraucht. — Der dritte Sohn, Wilhelmus A., geb. 1246, wurde 1274 aus Bologna verbannt, trat in den geistlichen Stand und bekleidete in .luch und Spanien verschiedene Kirchenämter. Nach seiner Rückkehr nach Italien wurde er päpstl. Kaplan und Auditor der Rota, und starb 1314, nachdem er noch einmal ein Jahr (1297) zu Bologna gelehrt hatte. ö