Achenbach (Oswald), verdienter Landschaftsmaler, der jüngere Bruder bes vorigen, geb. 2. Febr. 1827 zu Düsseldorf, bildete sich 1839 —41 auf der dortigen Akademie, dann bei seinem Bruder und 1845 sowie 1850 — 51 * Reisen in Italien aus. Er beschränkt sich hauptsächlich auf Italien und neigt sich der idealistischen Naturauffassung zu, weshalb auch seine Arbeiten viel Komposition zeigen. Es ist selten ein bestimmter, durch Naturschönheit oder geschichtliche San euchin ausgezeichneter Punkt, den er malt, sondern er schildert lieber, wie die Sonne des Südens untergeht, der Mond aufsteigt, die Wasser rauschen und die Wälder dunkeln, wie das Volk an der Stadtmauer Boccia spielt oder seine Kirchenfeste im Sabinergebirge feiert. Namentlich vermag A. den ganzen Reiz des ital. Lebens und Himmels in der Abenddämmerung wiederzugeben. An Produktivität steht er seinem Bruder kaum nach. Im März 1863 wurde A. Professor und Lehrer der Landschaftsmalerei an der düsseldorfer Akademie, trat aber 1872 von dieser Stellung zurück.