Aische, die an. Abu-Bekrs (s. d.) und einflußreichste Gattin Mohammeds (s. d.). „Aislingen, Marktflecken im Bezirksamt Dillingen des bayr. Regierungsbezirks Schwaben-Neuburg, 8 km südsüdwestlich von Dillingen, in sumpfiger Gegend an der Glött gelegen, hat ein Schloß und 1210 E. A. war eine Reichsgrafschaft und bildete nebst Umgegend ein Aereetter des Hochstifts Augsburg. Der Ort hat erreste eines röm. Castrums. Dabei liegt das Aislinger Moos, ein 10 kmelanges, mit Salzkraut bewachsenes Ried. „Aisne (spr. Ahn, lat. Axona), linker Zufluß der in die Seine mündenden Oise, entspringt im franz. Depart. Meuse bei dem Dorfe Beaulieu in den Argonnen, durchfließt, bis Semuy gegen NW. gerichtet und den westl. Fuß der Argonnen bespülend, die Depart. Marne und Ardennen, dann gegen W., in einem breiten Thale, das Depart. Aisne und einen Teil des Depart. Oise, wo der Fluß nach einem Laufe von 280 Kkm, von denen er auf 55 flößbar und auf 120 fahrbar ist, 2 km oberhalb Com-Mar⸗ in die Oise fällt. Der 58 Kmlange Ais nearnekanal verbindet den Aisne-Seitenkanal mit dem Marne-Seitenkanal und geht von Berryau-Bac (Aisne) über Reims nach Condé-sur-Marne. Der Aisne-Seitenkanal geht von Vailly aufwärts am Wemei⸗ hin, tritt bei Neufchätel in das Depart. Ardennen und geht als Ardennenkanal nach Semuy und von dort in die Meuse bei Donchery, während von Semuy ein südl. Seitenkanal aufwärts nach Vouziers führt. Die wichtigsten Zuflüsse der A. sind rechts die Aire und Vaux, links die Suippe und Vesle, die ämtlich flößbar sind und, wie die A. selbst, den Holztransport aus den Argonnen und Ardennen nach Paris vermitteln. — Das nach dem Flusse benannte Departement A. im nördl. Frankreich enthält Teile von Isle-de-France, von Brie und von der südl. Picardie und grenzt im N. an das Norddepartement, im NO. an Belgien, im O. an die Depart. Ardennen und Marne, im S. an das Depart. Seine-Marne, im W. an die Depart. —2 und Somme. Das Departement umfaßt ein Areal von 7352 qm, zählt (1876) 560 427 C. (gegen 552 439 im J. 1872, Zunahme 1,½4 Proz.) und hat — Hauptstadt Laon (s. d.). Es zerfällt in fünf Arrondissements: Laon, Vervins, St. Quentin, Soissons und Chäteau-Thierry. Außer der Aisne wird es im S. von der Marne mit dem Lerte . im N. von der Oise mit der Serre und Lette durchflossen. Somme und Schelde entspringen hier. Im N. hat es Ebenen, im S. Höhen. Die Temperatur ist sehr veränderlich. Die Wälder und Weiden haben eine bedeutende Ausdehnung und begründen ansehnliche Waldwirtschaft, Schaf- und Pferdezucht. Der Ackerbau ist sehr vorgeschritten, sodaß ein Drittel des erbauten Getreides auseführt werden kann. Auch der Runkelrübenbau ist von Wichtigkeit. Wein baut man südlich von Laon und auf den Höhen der Aisne und Marne; in den Arrondissements von Laon und St.⸗Quentin bereitet man viel Cider. Mit dem Heu der Marnegegend wird Paris versorgt. Die industrielle Thätigkeit ist am lebhaftesten in Baumwollenzeugen, Batist, Spitzenzwirn und Holzarbeiten. Auch gibt es viele Zuckerfabriken, Eisenwerke, Glashütten, Bleichen, Mühlen und Fabriken chem. Produkte. Berühmt ist die Spiegelgießerei von St.⸗Gobain, die besonders große Platten liefert. Der Handel wird gefördert durch ein gutes Straßennetz, zahlreiche Wasserstraßen und Eisenbahnen. Nistulf, König der Longobarden, folgte Juni 749 seinem Bruder ham Ham welcher Mönch geworden war, und setzte den Kampf desselben gegen das Exarchat (s. d.) fort, eroberte 751 Ravenna und vertrieb Eutychius, den letzten Exarchen. Dann bedrohte er Rom selbst, sodaß der Papst Stephan II. im Herbst 753 na ⸗ zu Pipin dem Kleinen ging und diesen um Hilfe bat, der auch 754 in Italien einfiel, die Longobarden bei Susa schlug, Pavia belagerte und A. zu dem Versprechen zwang, das Exarchat Ravenna wieder herauszugeben. Kaum war Pipin abgezogen so fiel A. von neuem in das röm. Gebiet ein und belagerte Rom. Pipin unternahm 756, unterstützt von den Bayern unter Tassilo, einen zweiten Feldzug gegen A., der nunmehr die fränk. Dan Pibin abe anerkannte und das Crarchat wirklich an Pipin übergab, welcher es dem Papst überwies. A. starb Ende 756 plötzlich durch einen Sturz seines Pferdes. Vgl. S. Abel, Der Untergang des Longobardenreichs » (Gött. 1859).