FeedAkrotérion (grch.)
BaukunstBrockhaus 1882

Akrotérion (grch.), bezeichnet im allgemeinen den oder 3. u2 Teil irgendeines Gegenstandes, wie z. B. ein Vorgebirge, die Spitze eines Bergs, den Schnabel eines Schiffs, aber auch die Extremitäten des menschlichen Körpers sowie bei beflügelten Gestalten B. der Nike oder Siegesgöttin) auch die Flügel. — In der Baukunst versteht man unter Akroterien diejenigen verzierten Bauteile, welche an den beiden Ecken und an der Spitze des Giebels auf besondern Postamenten aufgestellt wurden. Insbesondere geschah dieses bei Tempeln, wie z. B. dem der Athene auf der Wuila. Agina und dem der Nemesis zu Rhamnus in Attika. Jene Bildwerke waren zuerst symbolischer Art (Leier, Greif u. dgl.), später aber vegetabilische Ornamente, welche man dem Blatte der Fächerpalme (Palmetten) nachbildete. In dem spätern röm. und Renaissancebaustile wurden die Akroterien mit verschiedenen Modifikationen nachgebildet, und selbst in der jetzigen Kunstindustrie (3. B. Möbeltischlerei) finden die Akroterien als Eckverzierungen noch vielfach Anwendung. Das A. gehört zu denjenigen Bauteilen, die man unter dem Namen efreie En-Akfaiskische Stanitza, großer Marktflecken im Kreise Nowo-Tscherkask des Gebiets der ans Atiat Kosaken, an der m en A des Flüßchens Aksai in den Don, 21 Em von Nowo-Tscherkask, einer der bedeutendsten Hafenplätze am Don, hat ein Salzmagazin, zwei Lichtgießereien und 5606 E., die Handel besonders mit Fischen, auch mit Getreide, Holz und Eisen treiben. Bei der Stanitza befindet sich die Hauptüberfahrt über den Don auf dem Wege nach Kaukasien. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 297Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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