FeedAlbêri (Eugenio)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Albêri (Eugenio), ital. Geschichtschreiber, geb. 1. Okt. 1809 zu Padua, besuchte die Universitäten von Bologna und Padua, trat dann in die Armee, nahm aber, um ausschließlich den Wissenschaften zu leben, 1830 den Abschied und siedelte nach Florenz über. Hier veröffentlichte er: Guerre d'Italia del Principe Eugenio di Savoia (Flor. 1830; 2. Aufl., Tur. 1840), die apologetische Storia di Caterina de' Medicio (1838), sowie Relazioni degli ambasciatori veneti nel secolo XVIy (1839), eine mit Noten versehene übersetzung von Leos „«Geschichte der ital. Staaten o und eine Gesamtausgabe der „Opere edite ed inedite di Galileoo, welche auf den Index gesetzt wurde. Im Frühjahr 1848 nahm er als Oberstlieutenant unter General Durando mit am Kampfe gegen Osterreich teil und ging darauf nach Rom, wo er eine Zeit lang als Generalsekretär im Kriegsministerium fungierte. Nach dem Tode Rossis kehrte er nach Florenz und zu seinen histor. Arbeiten zurück. Infolge der Ereignisse von 1859 erklärte er sich für die Föderation und veröffentlichte die Broschüre In foedere unitas o, trat später auf die Seite der Opposition und isolierte sich mehr und mehr von den Ideen, welche Italien in der Een An-Zeit bewegen. Seine päpstlich-reaktionären Anschauungen legte er in dem Werke «II problema dell' umano destinop (Flor. 1872; 2. Aufl., Vened. 1873) nieder. Er starb im Juni 1878.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 333Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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