Alberich I., unter dem Titel Patricius Herrscher von Rom zu Anfang des 10. Dedehn ein lombard. Edelmann, erlangte — . erengar I. von Friaul, dessen Partei er gegen Guido von Spoleto ergriffen hatte, die Markgrafschaft Camerino sowie durch seine Heirat mit der berüchtigten Marozia (s. d.) die Herrschaft über Rom, später auch noch das Herzogtum Spoleto und vereinigte sich 916 mit Papst Johann X. zur Vertreibung der Sarazenen, welche ihre Raubzüge bis zu den Thoren Roms erstreckten. Von demselben Papste aus Rom verbannt, wurde er um 925 von den Römern in Orta, wohin er sich Vebenonee. hatte, ermordet. — A. II., seit 932 ebenfalls Patricius und Senator von Rom, war der Sohn des vorigen und der Marozia. Letztere vermählte sich nach dem Tode ihres zweiten Gemahls Wido von Tuscien mit dessen Bruder Hugo von Provence, König von Italien. Eine Beleidigung, welche Hugo seinem Stiefsohne A. zufügte, veranlaßte einen Aufstand der Römer und Hugos Vertreibung, worauf A. sich der obersten weltlichen Gewalt in Rom bemächtigte. Hugo mußte ihn 946 in dieser Stellung anerkennen. Die fünf Päpste seiner Zeit waren nur ohnmächtige Werkzeuge in seiner Hand. Er starb 954 nach 23jähriger Regierung. Sein Sohn Oktavian erbte die weltliche Herrschaft über Rom, mit welcher er, im Herbste 955, als Johann XII. (s. d.) zum Papst erwählt, auch die geistliche verband.