Albini (Franz Jos., Freiherr von), deutscher Staatsmann, geb. zu St. Goar 14. Mai 1748, war erst Hof- und Regierungsrat des Fürstbischofs von Würzburg, wurde 1774 Kammergerichtsassessor, 178⁷ Geh. Reichsreferendar und dann Hofkanzler und Minister des Kurfürsten von Mainz, wohnte 1797 dem Friedenskongresse zu Rastatt bei und legte daselbst gegen die franz. Occupation kurmainischen Gebiets Verwahrung ein. Er entwarf dann en Plan, durch einen allgemeinen Landsturm die sellte sch vom deutschen Boden abzuhalten und tellte sich 1799 an die Spitze des mainzer Landsturms. Als der Kurfürt Friedrich Karl Joseph 1802 starb, nahm A. sogleich dem Militär und den Landesbehörden den Eid der Treue für den neuen Kurfürsten von Dalberg ab, und da er dessen volles Vertrauen genoß, so gingen alle 15 der Kie wie bisher, durch seine Hand. Auch als der Kur-Hers Primas des Rheinbundes wurde, blieb A. in essen Diensten, und als derselbe Großherzog von Frankfurt ward, Wien er das Präsidium im Ministerium. Die Verbündeten übertrugen ihm, als sie im Okt. 1813 das Großherzogtum Frankfurt einnahmen, den Vorsitz in dem Ministerialrate des von ihnen unter Verwaltung genommenen Landes. A. trat 1815 in österr. Dienste, wurde zum Bevollmächtigen Minister am Bundestage ausersehen, starb aber schon 8. Jan. 1816 zu Dieburg.