Albrecht III., mit dem Zopfe, Herzog von Österreich, ein Sohn des vorigen, geb. 1349, stand nach seines Vaters Tode 1358 unter der Vormundschaft seines Bruders Rudolf IV. und folgte demselben, da sein älterer Bruder Friedrich schon 1362 gestorben war, 1365 in der Regierung. Gegen das Hausgesetz Albrechts II. und den Vertrag von 1364 verlangte der jüngste Bruder Leopold III. eine Teilung und setzte nicht nur seinen Willen durch, sondern erlangte auch wiederholt günstigere Verträge, bis 25. Sept. 1379 ein endgültiger Vertrag zu Stande kam, nach welchem Leopold Steiermark, Kärnten, Tirol und die schwäb. Besitzungen, hin-Henen das eigentliche Erbland Ssterreich zufieen, wo er nun friedlichst regierte. A. war zweimal vermählt, zuerst mit Elisabeth, einer Tochter Kaiser Karls IV., dann mit Beatrix, des Burggrafen Friedrich IV. von Nürnberg Tochter. Für die von Rudolf IV. 1361 gestiftete wiener Universität gelang es ihm, 1384 auch die theol. Fakultät von Urban VI. zu erreichen, welche früher aus Rücksicht auf die prager Universität vorenthalten war; er wurde durch große Privilegien und Begabungen der zweite Stifter der Universität. Als sein Bruder Leopold bei Sempach 1386 gefallen war, mußte er als Vormund der Söhne desselben den Krieg gegen die Eidgenossen fortführen. Diese siegten jedoch neuerdings bei Näfels 9. April 1388 und 555 hielten ihre Eroberungen. A. starb 29. Aug. 1395 auf seinem neuerbauten Schlosse Laxenburg. Seinen Beinamen erhielt er von einer ritterlichen Gesellschaft, die er nach der Sitte der Zeit stiftete, wie Georg von Chingen erzählt, zu Ehren einer schönen Frau, die den Ral⸗ sich abgeschnitten und ihm ge-L habe. Vgl. Kurz, «Hsterreich unter Herzog III.v (2 Bde., Linz 1830.