Albus oder Weißpfennig, eine Silberscheidemünze, welche seit 1360 unter Kaiser Karl IV. geprägt wurde und besonders in Kurköln (bis 1798), Kurtrier und Kurhessen in Umlauf war. Ihren Namen erhielt sie zum Unterschied von den kupfernen oder sog. schwarzen Pfennigen. In Kurhessen blieb der A. bis 1842 üblich. Der Thaler Courant (im Vierzehnthalerfuß) wurde in 32 A., der A. in 12 Heller geteilt, und man hatte geprägte Stücke zu 1 und zu 2 A. aus Billon. Der hessische A. war 1 Sgr. ½ Pf. preuß. Die einfachen Albusstücke wurden 1835, die doppelten 1842 eingezogen. Auch in Basel kam noch bis 1850 der A. als Rechnungsmünze zu 2 Kreuzern vor.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 356Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei