Alkannawurzel nennt man die violett-braunrote, inwendig gelbliche Wurzel der roten Ochsenzunge (Anchusa tinctoria, Alkanna tinctoria), einer perennierenden Staude, welche in Südeuropa und Kleinasien wild wächst, zum Teil auch angebaut wird. Sie enthält einen harzigen sushur (Anusarot, Anchusin, Anchusasäure oder lkannin), welcher durch Weingeist, Ather, ätherische und fette le mit schön karmesinroter Farbe aufgelöst wird. Dieses Umstandes wegen dient die Wurzel zum Rotfärben von Tinkturen, Pomaden, Haarölen u. dgl. In der Färberei findet sie selten Anwendung, da die mit ihr hervorgebrachten violetten und Lilafarben zwar schön, aber sehr veränglich sind. Durch Ammoniak wird der Farbtoff grün gefärbt. Im Handel erhält man die Wurzel aus Spanien, Frankreich und Ungarn. Früher wurde sie auch aus dem Orient bezogen, und man hat dieselbe lange Zeit fälschlich einer andern Pflanze (Lawsonia inermis) zugeschrieben, auch durch die Bezeichnung als echte Alkanna Kkarsin, Kakodyloxyd, Arsendimethyloxyd As2 3)4 0. 1760 erhielt ein Eud Werken fand, bis im J. 1837 Bunsen das Bai A. des Persischen Meerbusens, hat ein Fort, gute Wohnhäuser, einen Bazar und eine Citadelle, die von den Portugiesen erbaut sein soll. Der Distrikt A. ist reich an Wasserbrunnen, Reis, Datteln, Feigen, Aprikosen, Citronen, Limonen, großen Melonen und andern Gartenfrüchten und zählt 32 Dörfer. Mit diesen hat die Stadt 92000, ohne sie 6000 E. Von hier erhält das Binnenland seine Haupteinfuhr aus Osten, aber der Hauptstapel ür beide und für das Gestadeland ist die Insel ahrein (s. d.). A. gehörte, wie ganz El-Hasa, den Wahabiten, ist aber seit 1875 im Besitz der Türken; es war im 9. und 10. Jahrh. n. Chr. die Residenz der Karmatenfürsten.