Allobröger, großes kelt. Volk im Narbonensischen Gallien, das zwischen Rhöne und Isere, im nördl. Teile der Dauphins und in Savoyen bis zum Genfer See wohnte. Nachdem die A. seit 123 v. Chr. vergebliche Versuche gemacht, Gallien gegen die Römer zu verteidigen, die seit 125 ihre ersten großen Eroberungen im 9. Chr. dieses Landes begannen, wurden sie 121 v. Chr. von Quintus Fabius Maximus (der dafür den Beinamen Allobrogicus erhielt) der röm. Herrschaft unterworfen, aber erst durch Cäsar förmlich der Narbonensischen Provinz einverleibt. Ihre Hauptstadt war Vienna (Vienne), ihre Grenzstadt gegen die Helvetier Geneva (Genf). Unter ihren übrigen Städten ist besonders noch Cularo, seit 379 n. Chr. umgenannt Gratianopolis, das heutige Grenoble, hervorzuheben.