FeedAndö (d. i. Enteninsel)
ErdkundeBrockhaus 1882

Andö (d. i. Enteninsel), Insel im nördl. Norwegen, die nördlichste der großen Gruppe Lofoten und Vesteraalen, ist eine der rauhesten Gegenden des Amts Nordland. Die Insel hat mehrere Ebenen, ist aber im allgemeinen gebirgig. Die höchsten Berge sind Orkleven, Björnskindfield, Maatinden, Endleten und Röyken; ersterer steigt etwa 500 mehoch auf. Mit vielen umliegenden kleinen Inseln und Schären bildet A. das Herred und Pastorat Dverberg, welches 738 alem mit (1875) 2157 C. umfaßt. Das Hauptkirchspiel gleichen Namens zählt 722, der Annex Björnskind im Süden 892, Annex Andenäs im Norden 543 E. Die Bevölkerung treibt nur wenig Ackerbau; ihr Hauptnahrungszweig ist Fischerei, Einsammlung von Dunen und Eiern der balsgeng Eidergänse auf mehrern an der Westseite belegenen Holmen (Ryker) und der Fang anderer Wasservögel. Die Eidergans dagegen darf seit 1862 nicht mehr getötet werden. Seit 1869 hat man auf der Insel A. Steinkohlenlager erbohrt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 624Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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