Antejustinianeisches Recht ist eigentlich das gesamte röm. Recht, welches aus der Zeit vor dem röm. Kaiser Justinian (527565 n. Chr.) herstammt. e einem engern Sinne umfaßt es nur die Überreste von Gesetzbüchern und jurist. Schriften aus der Kaiserzeit, welche zum Teil in das Corpus juris Justinianeum in Bruchstücken aufgenemmen sind, wie z. B. den Codex Gregorianus, Hermogenianus und Theodosianus, die Institutionen des Gajus, Paulli sententiae, Ulpians Romanant die Collatio legum Mosaicarum et omanarum, die Fragmenta Vaticana. Sammelausgaben davon veranstalteten: Schulting (Juris prudentia antejustinianeao, Leid. 1717, Lpz. 1737), einige Bonnenser Professoren unter dem Titel „Corpus juris Romani antejustinianio (Fasc. 1 —6, Bonn 1835 — 44), Huschke (Jurisprudentiae antejustinianeae quae supersunto, Lpz. 1861; 4. Ausg. 1879). Eine Separatausgabe des Gajus lieferte Huschke (3. Aufl., Lpz. 1878) und eine „Collectio librorum juris antejustiniani o Krüger, Mommsen, Studemund (Bd. 1—2, Berl. 1877 —78).