FeedArböga
ErdkundeBrockhaus 1882

Arböga, alte Stadt in der schwed. Landschaft Westmanland, in Westeräslän, 15 km von der Mündung des bis an die Stadt schiffbaren Flusses gleiches Namens in den Mälar, an der Grebro-Köping-Eisenbahn und unweit des Hjelmarkanals, welcher die Seen Hjelmaren und Mälaren miteinander verbindet, war früher ein wichtiger Handelsplatz, zählt aber jetzt nur noch (Ende 1878) 3631 C. Von den ehemaligen fünf Kirchen, drei Klöstern und vier Kapellen sind jetzt nur die Stadt⸗ und die Landkirche übrig, erstere mit einem Altargemälde von Rembrandt. Nächst Stockholm sind in A. die meisten Dechsnags (n uon 14 (7 von 1297 — 1474) und Reichstage (32 von 1307 — 1657) abgehalten worden. Von letztern sind die wichtigsten: 1435, wo Engelbrecht zum Reichshauptmann, 1440, wo Christopher von Bayern zum Könige, 1471, wo Sten Sture der AÄltere zum Reichsvorsteher Schwedens gewählt wurde; 1561, wo die Stände die 43 Arboga-Artikel annahmen, durch welche Erik XIV. die Macht seiner Brüder sehr beschränkte. Laut Verordnung Gustav Adolfs von 1625, wonach die Kupfermünzen den vollen Wert in Kupfer enthalten sollten, wurden hier 1626 —27 die sog. Arbogaklippingar (quadratförmige Kupfermünzen) geschnitten und 1627 — 28 die Arbogafyrkar geschlagen. A. steht mit Stockholm in Dampfschiffverkehr.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 843Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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