Arctostäphylos (Bärentraube) nannte Adanson eine Gattung Ucgen Aäeich Gewächse aus der Familie der Erikaceen, welche Linne zu Arbutus (s. d.) gezogen hatte. Von dieser unterscheidet sie sich besonders durch die Frucht, welche eine fünf einsamige Steinkerne enthaltende Beere mit glatter Oberfläche ist. Die Bärentrauben sind teils aufrechte Klein⸗ und Halbsträucher, teils niederliegende, kriechende Erdhölzer, wie die in Europa und auch in Deutschland vorkommenden Arten: A. uva ursi Æth. und alpina Spr. Erstgenannte Art, die gemeine Bärentraube, sieht der Preißelbeere ain e unterscheidet sich aber durch die immtbraun berindeten Stämmchen und Aàste, urch die weißen, im Schlunde roten Blüten und durch die Steinkerne enthaltenden Beeren. Letztere haben ungefähr die Größe der Preißelbeere, sind — rot und schmecken ziemlich angenehm. Die herben, etwas bitter schmeckenden Blätter sind unter dem Namen Folia uvae ursi offizinell. Sie enthalten Gallussäure, Gerbsäure, Harz, Chlorophyll, Extraktivstoff mit äpfelsaurem Kalk und Chlornatrium, Gummi und zwei eigentümliche, krystallisierbare Stoffe, Arbutin und Urson von den Chemikern genannt. Die Blätter werden getrocknet als Thee oder auch in Pulverform gegen Krankheiten des Harnsystems gegeben, auch technisch mit Eisenvitriol zum Schwarz⸗, mit Alaun zum Grünfärben (in Schweden) und allein zum Dunkelbraunfärben der Schafwolle (in Island) benutzt. Die gemeine Bärentraube wächst wild an felsigen, bebuschten Orten, auch auf Heidewiesen, in moorig-sandigen Kiefernwäldern, hier meist mit der Preißelbeere zusammen, in vielen Gegenden Deutschlands und Europas, wird aber auch als Dekorationspflanze an künstlichen Felsenpartien in Gärten kultiviert. Die 1. ünr donhen Arten findet man oft als Zierpflanzen in den Gewächshäusern. Arotötis (Bärenohr) nannte Linné eine Pflanzengattung aus der Familie der Compositen, Abteilung der Corymbiferen, deren Arten ausschließlich in Afrika und zwar vorzugsweise in Südafrika wachsen. Es sind teils Halbsträucher, teils ausdauernde und en Bian Pflanzen mit abwechselnden, dornenlosen Blättern und einzelnstehenden, gestielten Blütenkörbchen, welche zungenförmige Strahl⸗ und röhrige Scheibenblüten enal ten und einen aus vielen Schuppenreihen gebildeten Hüllkelch besitzen. Ihre ovalen Achenen sind mit drei Flügeln versehen, dicht mit aufrechten Haaren bedeckt und mit einem aus einer doppelten Reihe trockener Schüppchen gebildeten Pappus versehen. Fast alle Arten zeichnen sich durch schöngefärbte Blüten aus, weshalh sie zu den Zierden der Gewächshäuser gehören. Am häufigsten wird A. acaulis L., welches sich an der Westküste von Portugal (um Lissabon u. a. O.) verwildert vorfindet, angebaut. In Deutschland müssen alle in Töpfen gezogen, im Orangeriehaus überwintert und hier dicht an die Fenster gestellt werden. Sie verlangen ein etwas bindiges Erdreich, im Sommer reichsch im Winter mäßige Bewässerung und lassen si leicht durch Ableger vermehren.