FeedArmfelt (Karl Gust.)
GeschichteBrockhaus 1882

Armfelt (Karl Gust.), schwed. General, geb. 9. Nov. 1666 in Ingermanland, trat 1685 in franz. Kriegsdienste und zeichnete sich bei verschiedenen Gelegenheiten aus. Er kehrte 1700 nach Schweden zurück und nahm seit 1713 als Oberbefehlshaber in Finland Anteil an Karls XII. Kampf gegen Rußand. Er kämpfte mit ungemeiner Tapferkeit gegen die russ. übermacht unter Galitzin bei Stor-Kyro im Febr. 1714, mußte sich aber mit großem Verluste nach dem nördl. Osterbotten zurückziehen und endlich das Land räumen. Im Sept. 1718 schickte ihn Karl XII. mit 14000 Mann gegen das nördl. Norwegen, um das Kupferwerk Röraas zu zerstören und Drontheim zu erobern. Doch nach dem Tode des Königs kam der größte Teil des Heers auf dem Rückmarsche über die öden Purde 136 vor Kälte und Hunger um. Später wurde A. General der sund. wo C⸗ Freiherr und Oberbefehlshaber in Finand, wo er 24. Okt. 1736 starb. ů milte hahlid (Pediculata) nennt man eine kleine Stacheh häßlicher Seefische aus der Gruppe der tachelflosser, deren Brustflossen fast armartig getaltet sind. Die Mittelhand bildet einen langen, tielförmigen „ anfwe an dem die Brustflosse wie eine Hand sitzt, auf welche sich die Tiere stützen und umherkriechen können. Der meist schmutzigbraune Körper ist mit warziger, schleimiger Haut überzogen, meist breit und dick, das Maul bald klein und vorgezogen, wie bei dem Fledermausfisch (Malthe vespertilio), bald ungeheuer weit, groß und mit furchtbaren Fangzähnen bewaffnet. Letzteres ist besonders bei dem Froschfisch oder Seeteufel (Lophius piscatorius) der Fall, der im Mittelmeere, dem Atlantischen Ocean und im Kanal fleire vorkommt. Auf der Stirne und zwischen den leinen, an der Oberfläche gelegenen Augen trägt der Fisch einige lange Flossenstrahlen mit kleinen Fähnchen daran, die er, im Schlamme liegend, als Köder benutzt, um kleine Fische anzulocken. Das Fleisch desselben ist beliebt. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 929Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6