FeedArnold (Joh. Georg Daniel)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Arnold (Joh. Georg Daniel), jurist. Schriftsteller und Dichter in straßburger Mundart, geb. zu Straßburg 18. Febr. 1780, studierte in Straßburg, Göttingen und Paris, bereiste dann Deutschland, Lchrer des Italien und England, wurde 1806 ehrer des franz. Civilrechts an der hichte an zu Koblenz, 1809 Professor der Geschichte an der philos. Fakultät seiner Vaterstadt und vertauschte 1811 diesen Lehrstuhl mit dem des röm. Rechts an der Juritemakultat, Er wurde 1820 auch Dekan der Juristenfakultät, Präfekturrat und Mitglied des Direktoriums des allgemeinen Konsistoriums augsburgischer Konfession und starb zu Straßburg 18. Febr. 1829. Als Rechtsgelehrter hat er ein verdienstliches größeres Werk: Elementa juris civilis Justinianei cum Codice Napoleoneo et reliquis leum codicibus collatas (Straßb. u. Par. 1812), berausgeneben; unter den mundartlichen Dichtern nimmt er eine hervorragende Stelle ein durch ein Lustspiel: «Der Pfingstmontago (Straßb. 1816; 2., nach den Noten des Dichters verbesserte Ausgabe, ausgestattet mit einer Auswahl aus seinen hinterlassenen Gedichten, einer Biographie, einem Wörterbuch und mit 40 Illustrationen, Straßb. 1850; neue revidierte Ausgabe, mit einer litterarhistor. Einleitung von L. Spach, Straßb. 1874). Dieses in gereimten Alexandrinern und zum größten Teil in straßburger Mundart verfaßte Lustspiel ist nach Goethes Ausspruch cein Werk, das an Klarheit und Vollständigkeit des Anschauens und an geistreicher Darstellung unendlicher Einzelheiten wenig seinesgleichen finden dürfter.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 946Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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