Arolsen, Haupt⸗ und Residenzstadt des Fürstentums Waldeck, hat (1880) 2409 meist evang. E. und ist Sitz der obern Landesbehörden und eines Amtsgerichts. Das salt eine 51 1710 — 20 erbaute Residenzschloß enthält eine Bibliothek von 30000 Bänden, eine sehr reichhaltige Sammlung von Münzen und pompejanischen Bronzen (über 700 Nummern; vgl. Gädechens, «Die Antiken des Museums zu A.», 1863), viele Gemälde, darunter solche von West, Angelika Kaufmann, Tis bein u. s. w., sowie eine A in nom nach dem Leben von Alexander Trippel in Rom angefertigte Marmorbüste Goethes. In der Stadtkirche befinden sich drei Marmorstatuetten (Glaube, Liebe, Hoffnung) von Chr. Rauch, der, gleich W. von Kaulbach, zu A. geboren ward.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 951Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei