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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Alaun, m., frz. alun, m., engl. alum, aus dem Lat. alumen, dieses aus dem Griech. en (Salziges). Der A. gehört seiner chemischen Natur nach unter die Doppelsalze, und wird von einer Verbindung aus schwefelsaurer Thonerde und einem schwefelsauren Alkalisalze gebildet; doch können statt der schwefelsauren Thonerde auch andere schwefelsaure Salze der Thonerdegruppe, wie schwefels. Eisenoxyd, schwefels. Mangan- oder Chromoxyd, in die Verbindung treten; in den meisten Fällen enthält der A. schwefels. Eisen. Er hat süßlich zusammenziehenden Geschmack, findet sich vorzüglich als Beschlag auf alaunhaltigen Mineralien, als Alaunschiefer, Alaunstein etc., bildet aber auch Lagen Fig. 134. von stängliger Struktur in den Braun⸗ Alaunteystall. kohlenlagern. Er findet in der Leder- u. Papierfabrikation, Färberei und Pharmazie u. zur Konservirung thierischer Substanzen Anwendung. Fundorte: Tscherning in Böhmen, Duttweiler bei Saarbrück, Tolfa im Kirchenstaate, Stromboli u. Volkano auf den Liparischen Inseln und die Azoren. Der am häufigsten verwendete, weil eisenfreieste, ist der natürliche Kalialaun, auch römischer A.; er kry⸗ Fig. 135. stallisirt, wie alle Alaune, in Okta- Alaunkrystall. dern, Fig. 134, die aber oft durch die Würfelflächen an den Ecken abgestumpft und unregelmäßig gebildet sind; Fig. 135. Dieschemische Formel für Kalialaun, zugleich Grundformel für alle Alaunsalze ist: K a O, S 0, + A 03, 3 S O, +E 24 ag; d. i. schwefels. Kali, schwefels. Thonerde und Wasser. WI.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 72Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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