Amiant, m., frz. anliante, m., engl. amianthus, auch Erdflachs, Bergflachs, Steinflachs, faseriger Asbest gen., ein der Hornblende sehr nahe verwandtes Mineral, aus biegsamen, härförmigen Krystallen bestehend; spez. Gewicht 2,8, weiß, seidenglänzend; vor dem Löthrohr verhält er sich wie Hornblende, läßt sich spinnen und weben und wird bes. zu unverbrennlichen Geweben, welche man, obgleich sehr theuer, zum Ueberzug von Holz anwenden kann, zu unverbrennlichen Lampendochten, zu Asbestpapier, welches zwar rauh u. spröde, aber unverbrennlich, zu Asbestöfen, welche namentlich in China in Gebrauch sind, und zu Filtration von Säuren u papierzerstörenden
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 89Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei