Asbest nennt man verschiedene faserige Mineralien, die besonders mit Hornblende und Augit, aber auch mit Glimmer und Serpentin in Beziehung stehen. Der eigentliche A. stimmt nach seinen chem. Bestandteilen mit der Hornblende (s. d.) überein und kann als eine langfaserige, meist eisenfreie oder eisenarme Abänderung derselben betrachtet werden. Er ist durchscheinend, seidenglänzend, biegsam oder spröde, fühlt sich fettig an und hat eine weißliche, lauchgrüne, ins Gelbliche oder Graue übergehende Farbe. Wenn die ein-Bera Fasern sich der Ber so entsteht der sog. mentlich auf Erzgängen und in den Hochalpen vorfindet. Werden dieselben infolge von Verwitterung holzbraun und kommen krummblätterige Stücke wie Aste darin vor, wie am Schneeberge bei Klausen in Tirol, 11 nennt man das Mineral Bergholz. Sind endlich die Fasern außerordentlich zart, mit einem seidenartigen Schiller, gehen sie im Wasser leicht auseinander und zeigen sie sich so biegsam, daß sie der schönsten weißen Seide 7 so führt es den Namen Amiant oder ergflachs, dessen Hauptlager namentlich der Talkschiefer in den Hochgebirgen bildet. Der Byssolith gleicht blonden oder grauen Menschenhaaren. Der Serpentinasbest oder Chrysotil ist eine faserige, Idicem Schin Abänderung des entins mit goldigem Waan und besteht aus Saht kieselsaurer Magnesia. Er bildet Schnüre im Serpentin en findet sich namentlich zu Reichenstein in Schlesien und zu Baltimore Baltimorit). Die biegsamen Abänderungen des und Amiants dienen zur Verfertigung unverbrennlicher Schnüre und Gewebe. Sie werden zu diesem Zwecke in Wasser eingeweicht, ausgewaschen, getrocknet und, mit Flachsfasern vermengt, mittels der Spindel in Fäden 6%48 Wel wobei man die Finger mit Ol benetzt. Das Weben geschieht 105 die gewöhnliche Art. Im Feuer brennt dann blo der Flachs dolen das Gewebe wird nicht zerstört. Die Alten sollen sich, nach Plinius, desselben zu Leichengewändern bedient haben, um beim Verbrennen die Asche der Toten von der des Holzes u sondern. Die Gewänder waren aber so kostar als Perlen. Kaiser Karl V. hatte ein Tischzeug von A., das er N Belustigung seiner Gäste nach eingenommener Mahlzeit ins Feuer werfen ließ. Kleider von A. hat man für Feuerloschmannschaften in Vorschlag gebracht. Den Amiant hat man auch zu unverbrennlichen Lampendochten und, mit Papiermasse vermengt, zu plastischen Arbeiten benutzt; bei den frühern chem. Feuerzeugen diente er zur Aufnahme der Schwefelsäure.