Antikäglien, f., pl., frz. antiquailles, f. Pl., lat. antiqualia, n. pl., kleine, für die Geschichte der Architektur weniger als für die allgemeine Kunstgeschichte, ja oft nur für die Kulturgeschichte wichtige Alterthümer, z. B. Waffenbruchstücke, Werkzeuge, kleine Gefäße, Knochenüberreste u. dgl. aus Gräbern etc. Man darf die Wichtigkeit der A. für die Geschichte der Baukunst nicht gar zu niedrig anschlagen, denn sehr oft lassen gerade solche scheinbare Kleinigkeiten einen tiefen Blick in das Kulturleben, in Sitten u. Gebräuche längst untergegangener Völker thun u. dadurch auf Entstehung von Bauformen schließen. Manche gebrauchen das Wort A. für Antiquität (s. d.), Andere sogar für alle Alterthümer, die nicht der klassischen Antike angehören. Andere dehnen es selbst auf Münzen und geschnittene Steine aus, doch ist alle solche Anwendung zu verwerfen, weil eigentlich mit der Benennung A. gewissermaßen der Begriff von etwas Geringem, weniger Schätzbarem verbunden ist. I8.