Arsenik, m., u., Arsen, n., frz. arsenie, m. engl. nie, lat. arsenium, cobaltum crystallisatum, g 0πενι, d.h.männlich, wohl seiner starkenWirkung m vurde 1694 von Schröder entdeckt. In der Natur kr Stheils gediegen (als Scherbenkobalt, arsenie n heils in Verbindung mitanderen Metallen vor (Arser rz. mineé d'arsenie, arsénide, Nickelkies, Trauber Eisenpecherz, Pharmakolith), od. an Schwefel gebr Realgar, Auripigment, Arsenikkies); nur sehr vird es als Sauerstoffverbindung, frz. arsénicoxyd. arsenige Säure od. arsenigsaures Salz gefunden. 2 Sublimation des Scherbenkobalts, noch besser des enikkieses, erhält man d. Arsen, welches durch mehrm Sublimation gereinigt wird. Das A. ist spröde, lei hulverisiren, von Farbe stahlgrau oder lichtbleigrat hat starken Metallglanz; das Gefüge ist blätterig; die tallform ist die des Rhombordes. In feuchter Luf ällt das A. zu schwarzem Pulver, und bei genüg Hegenwart von Wasser und Luft oxydirt es zu arse Säure (weißer Arsenik, Arsenikblumen, Rattengift, nehl). Die arsenige Säure ist eines der stärksten Gif dient als Arzneimittel, zu Darstellung von Weißkupf edeckte der Glasfabrikation, Färberei und Farbenfabrikation K Ge⸗ sowie zu Vertilgung schädlicher Thiere. Als Erkennungsde. Mmittel des A., wenn es in nicht zu geringer Menge vor-O Ge- handen ist. dient der eitrongelbe Niederschlag durch Schwedirche. felwasserstoff, der Metallbeschlag, den man durch Erhitzen arse- hält, ferner der knoblauchartige Geruch, den A. vor der griech. Löthrohrflamme auf Kohlen entwickelt. Bestes Mittel bei vegen, Arsenikvergiftungen ist frisch gefälltes Eisenoxydhydrat soommt wie reichlicher Genuß eiweißhaltiger Substanzen. Anwesennatif); heit von A. in Eisen macht es kaltbrüchig. W nikerz, Die Darstellung der arsenigen Säure, des Giftmblei,‚ mehls, geschieht durch oxydirendes Rösten der Arsenerze unden od. des Röstofenflugstaubes neuerdings in Flammenöfen, selten od. in Muffelröstöfen, die aber viel Brennmaterial fordern. le, als Von den Flammenöfen, die mit Gaskohks gefeuert werden, Durchgeht die arsenige Säure mit den Verbrennungsprodukten 5 Ar⸗ der Kohke in große gemauerte Kanäle, wird in denselben nalige abgekühlt und lagert sich auf ihrem Weg nach dem Ende icht zu derselben fast vollständig ab, so daß durch die Esse am Ende 2. Das Arsenal zu Wien. u und der Kanäle nur wenig in die Atmosphäre übergeht (siehe eKry-Fig. 254). Das Mehl dient bes. zum Oxydiren der Anift zer-linfarben, zu Zwecken der Gerberei u. s. f. Diese arsenige gender Säure wird im Handel häufig als glasartige Masse, Areniger Arsenglas (Realgar) u. dasgelbe Arfenglas (Auri⸗ „Gift⸗ pigment). Der Realgar wird aus einem Gemenge von fte; sie Arsen- u. Schwefelkies durch Destillation in Röhrenöfen, fer, in in denen gewöhnl. 12 Röhren zusammenliegen, gewonnenmuß aber, bevor er als Rothglas in den Handel kommt,“ seln e (Fig. 256) durch rasches Einschmelzen des eingetragenen Rohproduktes, Durcheinanderarbeiten des eingegangenen Glases, Abschäumen, Zusatz von Rohglas oder Schwefel, Probenehmen u. Prüfung des Farbentons an einem kleinen Eisenstäbchen und Ablassen des Produktes in ein Blechgefäß k. Je nach der Menge des zugesetzten metallischen Schwefels kann man verschiedene Farbentöne erzielen. gist ein Blechmantel zum Abziehen der giftigen Dämpfe. — Das Auripigment wird aus arseniger Säure und Zusatz von 14—15 Proz. Schwefel in Apparaten, wie Fig. 255 zeigt, dargestellt. Das bunte Arsen kommt theils in Stücken, theils gemahlen in den Handel u. wird außer zu Darstellung bunter Gläser, bes. zum Enthären feiner Felle, z. B. der Rattenfelle, verwendet. [S7.)